Sri Lanka: Zwischen Pancakes, Curry und Palmenhörnchen

 
Bentota

Sri Lanka hat eine lange Geschichte der Kolonialisierung hinter sich — im 16. Jahrhundert machten sich Portugiesen breit, im 17. Jahrhundert kam Holland zum Zug, Ende des 19. Jahrhunderts herrschten die Briten. 1948 wurde die Insel unabhängig und 1972 von Ceylon in Sri Lanka unbenannt.

Grad die britische Phase hat Spuren hinterlassen, nicht zuletzt in der Küche. Im Februar 2018 machen die Allerliebste und ich Badeferien in Bentota. Am Frühstücksbuffet des Strandhotels The Surf gibts Pancakes mit Sirup ebenso wie Curry mit Reis. Mein Highlight: Roti (sri-lankische Pfannkuchen) mit Kokosnuss-Chutney. Diese Mischung aus englischer und asiatischer Küche gefällt uns.

Und nicht nur uns: Sitzen wir draussen, müssen wir unsere Teller gegen Palmenhörnchen verteidigen. Es handelt sich dabei um die südostasiatische Version unserer Eichhörnchen; nur, dass die Viecher viel aufdringlicher sind. Mehrmals besuchen sie den Balkon unseres Zimmers.

Abgesehen vom Frühstück, essen wir eher selten im Hotel. Als doofe Durchschnittstouristen haben wir den Wunsch nach authentischer Küche, stellen allerdings fest, dass die Restaurants in Bentota deutlich auf westliche Geschmäcker ausgerichtet sind, selbst die guten. In den schlechten Restaurants erinnert das Tandoori Chicken schon mal an Pouletbrust mit Pommes oder das Curry an Riz Casimir.

Das Hotel liegt an einer Bahnstrecke; auf der anderen Seite der Gleise befindet sich eine Art Restaurantmeile mit vereinzelten Souvenirshops. Da der nächste Bahnübergang fünf Minuten entfernt ist, überqueren die Hotelgäste einfach die Schienen. Ein Hauch von Abenteuer für verwöhnte Westler.
Wir selbst machen eine solche Tour und nehmen in Malli’s Seafood Restaurant Platz. Durchs Fenster beobachten wir die anderen Touristen bei der Gleisüberquerung.
Über unserem Tischchen hängt eine Lampe an der Wand, in deren Licht sich ein kleiner rosaroter Gecko wärmt. Als er merkt, dass wir ihn entdeckt haben, versteckt er sich hinter der Abdeckung. Aber sein Kopf lugt die ganze Zeit hervor.
Da frischer Fisch doch etwas teuer ist, bestellen wir stattdessen Meeresfrüchte-Curry.

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London: Zwischen Dinosauriern und Grauhörnchen


Zwei Iguanodons, ein Hylaeosaurus.

Es war Ende November, und der Crystal Palace Park war kalt und nass. Überall Pfützen und Schlamm. Blöderweise hatten die Allerliebste und ich keine Gummistiefel dabei, aber wir hatten eine Mission: Dinosaurier-Jagd.

Der Crystal Palace Park entstand 1854 und zwar um den Crystal Palace herum – ein gewaltiges Gebäude aus Eisen und Glas. Es war die leicht abgeänderte und vergrösserte Version des originalen Crystal Palace, der drei Jahre zuvor im Hyde Park gebaut worden war, um die allererste Weltausstellung zu beherbergen. Der Neubau stand immerhin bis 1936, als in einer Garderobe ein Feuer ausbrach und das ganze Gebäude niederbrannte.

Als wir den Park besuchten, hatten wir das allerdings noch nicht recherchiert, und so wunderten wir uns darüber, wo zum Teufel dieser blöde Glaspalast steht. Bis wir ein überaus liebliches Denkmal des Crystal-Palace-Architekten Sir Joseph Paxton entdeckten: „Creator of the Crystal Palace Which Stood Near This Site From 1854 – 1936“.

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London: Gebrauchte Bücher aus Brixton

Direkt vor unserem Hotel in Balham liegt eine Bushaltestelle. Praktisch. Als wir jedoch an jenem Samstagmorgen nach Brixton wollen, haben wir Pech: Wegen einer Messerstecherei oben in Whitechapel wurde die Linie unterbrochen. Dann halt ein Umweg mit der U-Bahn. Die Victoria Line hat in Brixton ihre südliche Endhaltestelle.

Einen guten Ruf hat das Viertel nicht gerade. Nach dem Zweiten Weltkrieg siedeln sich hier viele Immigranten an, eine grosse afrikanisch-karibische Community entsteht. Das Viertel wird mit den Jahren zum sozialen Brennpunkt: Wirtschaftskrisen, Armut, Kriminalität, Rassismus, Polizeigewalt.

Auf der Platte London Calling (1979) von The Clash findet sich der Song The Guns of Brixton, er erzählt von diesen Problemen. Bassist Paul Simonon, der ihn schrieb, wuchs selbst in Brixton auf. Er nimmt Bezug auf den Reggae der jamaikanischen Einwanderer und auf den jamaikanischen Gangsterfilm The Harder They Come (1972).

Der italienische Regisseur Franco Rosso dreht in Brixton und Deptford das Drama Babylon – dieses dreht sich um eine Gruppe schwarzer Jugendlicher und die Reggea-Szene. Am Ende stürmen Polizisten einen Musikclub.

Babylon kommt im November 1980 ins Kino, im April 1981 beginnt der Brixton Riot – die Reaktion auf ein neues Gesetz, das es Polizeibeamten erlaubt hat, Leute nach Gutdünken anzuhalten und zu durchsuchen. Es hat vor allem junge schwarze Männer getroffen. Die Proteste führen zu hunderten Verletzten, Autos und Häuser werden angezündet. Zu solchen Rassenunruhen kommt es in den 80ern und 90ern immer wieder.

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Böll, Dostojewski, Petersburg

Sankt Petersburg lässt mich so schnell nicht mehr los. Ich les grad ein Bändchen, das Schriften von Böll über Literatur versammelt. Darin findet sich unter anderem eine Auswahl aus dem Fernsehskript zu Dostojewski und Petersburg (1969); das ist eine Folge aus der Sendereihe Der Dichter und seine Stadt (ARD, 1964-1969). Böll hat dafür einige Kommentare zu Dostojewskis Leben und Werk verfasst.

Hier einige Auszüge aus diesen Kommentaren:

Die räumliche Enge, in der sie wohnen, wird den Bewohnern der riesigen Stadt angesichts der gigantischen Paläste und der Verwaltungsgebäude vervielfacht. Diese prächtige Stadt mit ihrer gesellschaftlichen und architektonischen Anmassung wirft die Unansehnlichen ihrer Bewohner immer wieder in die Enge ihrer Räumlihckeiten zurück, in der sie sich wie Insekten fühlen. (S. 30)

[…]

Petersburg ist eine befohlene, abstrakte, in das nichts finnischer Sümpfe hineingepeitschte Stadt. Niemand weiss, ob ihre Errichtung 100 oder 200 000 Menschenleben gekostet hat. Die russischen Dichter Puschkin, Gogol, Belyi und Blok waren fest davon überzeugt, dass das Wasser St. Petersburg einmal zurückfodern würde. Dostojewski hat das Blut und Elend der Geopferten wohl gespürt, den riesigen unsichtbaren Sklavenfriedhof, auf dem diese Pracht und Herrlichkeit erichtet ist, die zu intellektuell begründeter Gewalttätigkeit und zu Demut herausfordert. Dieser Versuch, Russland so hoch im Norden für den Westen Europas zu öffnen, ist gegen das Klima, gegen die geologischen Bedingungen den Sümpfen abgetrotzt. Eine Idee und ein Traum, und es sind diese beiden Worte, die in Dostojewksis Petersburger Romanen und Erzählungen am häufigsten ausgesprochen werden. (S. 33)

[…]

Wie alle Romanschreiber war Dostojewski ein unermüdlicher Spaziergänger. Auf seinen Wegen, zu privaten Pfandleihern, zur Kirche, auf Bittgängen, zum Verleger, zum Buchhändler, um Vorschuss zu bekommen, hat Dostojewski sie in der fremden Wirklichkeit Petersburg wahrgenommen und sie in seinem Werk in eine zweite Wirklichkeit geholt: die Unansehnlichen der Gesellschaft, die Händler und Rentner, kleine Beamte und Kanzlisten, die Dirnen und Polizisten, Studenten und Marktfrauen, Soldaten und Offiziere, Verbummelte und Genies, in ein paar Strassen um den Heumarkt herum hat er sie gesehen und aus der Fremde in die Wirklichkeit seines Werks hineingenommen, Bauernjungen, die als Rekruten oder Lakaien in die grosse Stadt gekommen waren. (S. 34)

 

Heinrich Böll: Dostojewski und Petersburg
In: Der Lorbeer ist immer noch bitter. Literarische Schriften. (S. 28-46)
Kiepenheuer & Witsch Verlag, Köln 1975 (2. Auflage; 1. Aufage 1974)

Vier Städte an der Ostsee: Die Übersicht

2019 besuchten die Allerliebste und ich vier Städte an der Ostsee. In Helsinki haben wir uns ständig überfressen, in Tallinn liessen wir uns von Touristenfischern einfangen, in Stockholm stiessen wir auf eine Pinguinjagd – und in Sankt Petersburg assen wir Burger mit Latexhandschuhen.

Helsinki
Tallinn
Stockholm
Stockholm: Moderna Museet
Sankt Petersburg, Teil 1
Sankt Petersburg, Teil 2
Sankt Petersburg: Eremitage

Die Eremitage in Sankt Petersburg: Zwischen Kunst, Geschichte und einem ausgestopften Schwan

Mein Highlight des Sankt-Petersburg-Trips war der Besuch der Eremitage. Immerhin ist das das zweitgrösste Kunstmuseum der Welt (nach dem Louvre), also genau mein Ding.

Zu Beginn müssen die Allerliebste und ich doch tatsächlich nach dem Haupteingang suchen (wär doch bloss irgendwo ein Neonschild angebracht) – nach einer Weile finden wir ihn im Innenhof des Winterpalasts, den man vom Alexanderplatz her betritt.
Reiseführer und Tourismus-Seiten warnen immer wieder vor den langen Warteschlangen, aber wir haben Glück, denn jetzt – Ende Oktober – ist die Hochsaison vorbei, und es ist Mittwoch. Wir stehen nicht lange an. Dennoch: Der Eingangsbereich ist vollgepackt mit Menschen; sie stauen sich an den Garderobekassen und bei den Metalldetektoren.
Danach wird es schnell besser: Die Eremitage ist derart weitläufig, dass sich die Massen problemlos verteilen. Mitunter findet man sich allein in einer Galerie wieder.
Dennoch möchte ich nicht wissen, wie es hier an einem Wochenende in den Sommerferien aussieht.

Der Winterpalast ist das Zentrum der Eremitage. Schon 1711 wurde ein solcher für Peter den Grosse erbaut, doch im Laufe der Jahrhunderte wurde das Gebäude mehrmals abgerissen und neu gebaut, rekonstruiert, saniert, renoviert und so weiter. Mehr oder weniger in der heutigen Form existiert der Palast seit 1839. Zweihundert Jahre lang war er die Residenz des Zaren, bis Nikolaus II. im März 1917 abgedankt wurde.

Die Eremitage ihrerseits nahm ihren Anfang Mitte des 18. Jahrhunderts, als Katharina II. (Katharina die Grosse, 1729–1796) anfing, eine Kunstsammlung aufzubauen. Die erworbenen Gemälde stellte sie zunächst im Winterpalast aus; 1764 liess sie zur Unterbringung die kleine Eremitage bauen (1775 war das Gebäude fertiggestellt). Eremitage ist von „Eremit“ abgeleitet, und Katharinas Eremitage wurde so genannt, weil sich die Zarin alleine oder mit Freunden dorthin zurückzog. (Mit einer eigentlichen Eremitage im Sinne eines Rückzugsort für Mönche oder Einsiedler hat das wenig bis gar nichts zu tun.)
Über die Zeit kam Gebäude um Gebäude hinzu, und nach der Revolution 1917 wurde auch der Winterpalast offiziell der Eremitage einverleibt. Des weiteren umfasst sie heute einen Teil des Generalstabsgebäudes auf der anderen Seite des Palastplatzes oder den Menschikow-Palast am Universitätsquai.
Hinzu kommen einige internationale Ableger, wie die Eremitage Amsterdam oder das Guggenheim Hermitage Museum in Las Vegas.

 

Prunk und Pfauen

Die Allerliebste haut irgendwann ab und verschwindet in ein Café. Ich dagegen verbringe den gesamten Nachmittag in der Eremitage, was allerdings immer noch viel zu wenig Zeit ist, um sich alles anzusehen. So habe ich mir im Vorfeld einen Besichtigungsplan zurechtgelegt, der sich auf bestimmte Teile der Ausstellung konzentriert.

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Vier Städte an der Ostsee, Teil 4: Sankt Petersburg, Teil 2

Hier gehts zum ersten Teil.

Dienstag

Wir essen Burger im Craft Brew Cafe – und erhalten dafür schwarze Latexhandschuhe. Man macht sich die Hände nicht schmutzig, aber einen Burger mit Handschuhen zu halten ist auch kein besonders angenehmes Gefühl.
Die Bierkarte ist extensiv. Ich hab keine Ahnung mehr, welche Sorte ich getrunken hab, aber ich fands lecker.

An der einen Spitze der Wassilijewski-Insel liegt der Börsenplatz. Zwei grosse Säulen, ursprünglich Leuchttürme, weisen darauf hin, dass das früher eine Anlegestelle für Schiffe war. Heute ist es ein Aussichtspunkt, von dem aus eine wundervolle Sicht über die Newa hat, mit dem Peter-und-Paul-Festung links und der Eremitage rechts.
Aber Achtung: Alte Aristokraten mit Perücken und weiten Kleidern stellen einem nach. Sie wollen sich gegen Geld mit einem fotografieren lassen. Wir ergreifen die Flucht und laufen stattdessen Lenin in die Arme. Dank eines schnellen Ausweichmanövers können wir uns ihm gerade noch entziehen.

Das Wetter ist herrlich. In Erwartung des russischen Herbstes hatten wir Winterkleidung eingepackt, Pullover und Mäntel und so. Jetzt ists mir mitunter derart warm, dass ich im Hemd rumlaufe (ohne Unterhemd).

Wir wollen zur Kunstkammer, aber leider ist sie geschlossen. Ein Zettel am Eingang weist auf irgendeinen sanitären Notfall hin (weiter reichen unsere Russischkenntnisse nicht). Eine asiatische Touristin läuft ebenfalls am geschlossenen Museum auf; wir kommen mit ihr ins Gespräch, und gemeinsam beschliessen wir, zu dritt zum Dostojewski-Museum zu gehen.
Auf dem Weg fotografiert die Frau Metrostationen, und sie erzählt ein wenig von sich: Sie ist eine chinesische Künstlerin und Kuratorin, hat lange Zeit in den USA gelebt, seit ein paar Wochen wohnt sie in Göteborg. Sie ist für ein paar Tage in Petersburg, um Kollegen zu besuchen. Sie war schon in der Erarta, dem Petersburger Museum für Gegenwartskunst, kann es aber nicht weiterempfehlen.
Im Dostojewski-Museum verlieren wir sie aus den Augen.

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Vier Städte an der Ostsee, Teil 4: Sankt Petersburg, Teil 1

Reisebericht | Im Jahr 2019 besuchten die Allerliebste und ich vier Städte, die an der Ostsee liegen: Helsinki, Tallinn, Stockholm und Sankt Petersburg. Die russische Grossstadtd war unsere letzte Station; wir besuchten sie Ende Oktober. Dort bekamen wir es mit Peter dem Grossen, Lenin oder Dostojewski zu tun, und wir stellten fest, dass halbsüsser georgischer Rotwein eine wunderbare Sache ist.

 

Samstag

Wir fahren mit dem Taxi vom Flughafen Pulkowo ins Stadtzentrum, schauen aus dem Fenster und versuchen, Strassenschilder, Ladenschilder oder Werbeplakate zu lesen. Zwar haben die Allerliebste und ich das kyrillische Alphabet gelernt, aber wir können es noch nicht flüssig entziffern.
Vor allem eins wird mir bewusst: Flüssiges Lesen bedeutet nicht, dass man Buchstaben schnell erkennt, sondern Wörter. Gewisse russische Wörter erkenne ich sofort, aber bis ich jeweils ein mir unbekanntes Buchstabe für Buchstabe durchgegangen bin, ist das Taxi schon weitergefahren. Ich komm mir vor wie ein Grundschüler.

Vom Taxi aus sehen wir den Moskauer Platz, den grössten von Sankt Petersburg. Am gegenüberliegenden Ende steht ein gewaltiger Kasten im Stil des sozialistischen Klassizismus, davor, in der Mitte des Platzes, eine monumentale Statue von Lenin*. Um ihn kommt man wohl nicht herum in dieser Stadt, die von 1924 bis 1991 nach ihm benannt war.
*Alles, was man über Lenin wissen muss, erfährt man hier.

Wir checken ein im Station Hotel Z12 und stürzen uns anschliessend ins Nachtleben:

Abendessen im Restaurant-Komplex Symposium. Die Speiseräume sind eingerichtet wie eine Hausbibliothek des 19. Jahrhunderts. Ausgezeichnete Küche. Wir essen Pelmeni (russische Dumplings), Fisch und Rind.
Zum Nachtisch gibts gefüllte Cones, die in einer Schale mit ungekochtem Gries gereicht werden.

Der Newski-Prospekt ist die grosse Prachtstrasse der Stadt. Gewaltiger Verkehr, Menschenmassen, teure Restaurants, teure Läden.
In der unterirdischen Passage entdecken wir Schokoladen-Pistolen.
Wir verbringen viel Zeit im Dom Knigi (Haus der Bücher). Die Russen sind Leseratten; an allen Ecken und Enden gibts Buchhandlungen, Büchercafés und Gleichartiges.

Gegenüber des Bücherhauses, auf der anderen Seite des Newski-Prospekt, liegt die Kasaner Kathedrale. Sie ist abends geschlossen, aber neben dem Sakralbau führt eine kleine Brücke über den Gribojedow-Kanal. Auf dieser Brücke stehen ein paar junge Frauen mit Colaflaschen. Sie schütten einen Teil des Inhalts ins Wasser, um die Fläschchen anschliessend mit Rum aufzufüllen.

In einer Unterführung stossen wir auf lauter Souvenir-Stände. In der Auslage: Tassen mit der Konfertei von Lenin, Stalin und Putin.

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Moderna Museet Stockholm: Roboter, Fabelwesen, Collagen und so

Museumsbesuch | Im Rahmen des Städtetrips nach Stockholm besuchte ich auch das Moderna museet – das Museum für moderne und gegenwärtige Kunst. Ich sah böse Roboter, viele Collagen und mehr.

 
Unter anderem wollte ich das Moderna museet sehen, weil ich dachte, in jenem seien Teile von Östlunds The Square gedreht worden. Allerdings ist es wohl so, dass die Museumsinnenräume gar nicht dort, sondern in der Galleri Magnus Karlsson gefilmt wurden. Pech.
Immerhin: Angeblich basiert die Hauptfigur, Kurator Christian (Claes Bang), auf Daniel Birnbaum, dem Direktor des Moderna museet.
Und zudem: Museen für moderne Kunst gefallen mir so oder so, egal, ob sie eine Filmkulisse waren oder nicht.

Vor dem Moderna museet steht ein Kunstgarten. In Le paradis fantastique versammeln sich Skulpturen von Niki de Saint Phalle und Maschinen von Jean Tinguely. Sieht aus, als würden böse Roboter bunte Fabelwesen überfallen; man mag sich gar nicht vorstellen, was die Maschinen mit den armen Viechern anstellen. Die Gruppe entstand 1966 für die Weltausstellung in Montreal, 1971 wurde sie hier nach Schweden versetzt.

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