Genua 2021, Teil 2/4: Wachteln und Wildschweine

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Blick über Genua und den Apennin vom Belvedere Castelletto.

 
Wachteleier, Stockfisch und Zertifikate

Tagsüber ernähren wir uns von Cornetto, Focaccia und Farinata. Erstere beide kennt man auch hierzulande. Farinata ist eine Art Pfannkuchen aus Kichererbsenmehl.

Faustregel: Man sollte nach Bäckereien Ausschau halten, die mit «Antico forno» angeschrieben sind, also einen alten Steinofen haben. So assen wir die besten Farinata beim Antico Forno della Casana di Ivan Sacchi.

Focaccia e dintorni hat zwar keinen Steinofen, aber trotzdem sehr gute Focaccia mit verschiedenen Belägen. Der Laden ist eine Empfehlung von Spyros.

Apropos Spyros: Der bringt uns auch den Granita näher, einen Slushi aus echten Früchten. Hierzu führt er uns in die Espressobar Don Paolo.

Wenn wirs grad von Espresso haben: Aufgrund von Magenproblemen vertrage ich meinen Lieblingskaffee nicht mehr. Gezwungenermassen bin ich auf Americano umgestiegen.
Das Spezielle in Genua: Das heisse Wasser wird in einem Extra-Kännchen serviert, so dass man die Espressotasse nach Belieben auffüllen kann.

Es ist der erste Abend für Armada und mich in Genua. Wie einst Maria und Josef wandern wir von Gasthaus zu Gasthaus, doch überall werden wir abgewiesen. Für die Stadt gilt: Wer nicht reserviert hat, kriegt nichts zu essen.

Am Ende landen wir im Sushi-Si. Das ist eine Touristenfalle mitten im Zentrum, also am Piazza de Ferrari, vis-à-vis vom Palazzo Ducale. Wir bekommen einen Platz auf der Dachterrasse.
Das Sushi ist ganz okay, abgesehen von den Lachsröllchen mit rohem Wachtelei – die sind super! Armada freilich findet sie eklig; also esse ich auch gleich ihre Portion.

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Attack of the Weekly Links: Ein Restaurant, Brecht, Palpatine und Reisekrankheit

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Yu-An | Das japanische Restaurant war dieses Jahr eine Weile geschlossen wegen eines Brandes. Jetzt haben sie aber wieder aufgemacht, und ihren Ramen find ich toll. Den kalten Grüntee auch.

Bertolt Brecht vor dem Komitee für unamerikanische Umtriebe | Letzten Donnerstag gabs einen Vortrag über Bertold Brecht in der Konverter-Garage. Nach der Machtergreifung der Nazis verliess der Theatermann Deutschland und ging schliesslich nach Amerika, wo er 1947 — nach Kriegsende — als Kommunist verdächtigt wurde und vor dem Komitee für unamerikanische Umtriebe aussagen musste.

Palpatine’s Journey | Worthikids zeichnet, animiert und macht Musik. Sein Zeichenstil gefällt mir, und er hat jetzt ein kleines Filmchen darüber gemacht, wie Imperator Palpatine die Zeit zwischen Return of the Jedi und The Rise of Skywalker verbrachte.

 
Musikvideo der Woche: