Attack of the Weekly Links: Provokation und Witz, Fotos von Häusern, die Mafia in Las Vegas, Vietnams Kommunismus

Wer über Faisal Kawusi redet, muss von Comedy schweigen | Bernhard Hiergeist von Setup/Punchline über den Bezug von Provokation und Witz am Beispiel von Faisal Kawusi. «Der ist ja einer der Sorte Comedians, die lieber den Witz ausspart als die Provokation», schreibt Hiergeist und bringt ein Gegenbeispiel: Alex Stoldt, dem es um solide konstruierten Humor gehe. Wirklich sehr anguckenswert.
Allerdings würd ich dann doch anmerken: So lustig Stoldts Witze sind, fällt halt doch auf, dass die unterliegenden Vorstellungen (in dem Fall: von Beziehungen und den Geschlechtern) arg traditionell sind.

Post-Industrial England’s Boarded-Up Houses | Artikel für das Fotografiemagazin LensCulture der britischen Künstlerin Katharina Fitz. Für das Projekt Boarded-up Houses hat sie leerstehende, zugenagelte Häuser in Liverpool und Manchester fotografiert sowie gefilmt. Die Ästhetik ist gleichermassen charmant und erschreckend.

History of the Mob in Las Vegas | Der Cynical Historian über die Geschichte von Las Vegas und der Mafia. Ein Blick auf die Hintergründe des Mythos, den man aus Casino und Co. kennt.

Viet Minh? More like Viet Win | Der Podcast The Deprogram über Vietnams Kommunismus, mit der vietnamesischen Kommunistin Luna Oi als Gast. Erhellender Einblick in den real existierenden Sozialismus.

Attack of the Weekly Links: Vom New Atheismus zur Anti-SJW-Bewegung

Die heutige Linkparade ist im Grunde ein internet hole runter zu den Themen Religionskritik, Atheismus und Pseudo-Wissenschaftlichkeit. Ausgehend von einer Frage, die mich seit einer Weile beschäftigt: Wie konnte es passieren, dass wir bei atheistischem Aktivismus gestartet und bei Transfeindlichkeit gelandet sind?

Emanzipation von der Erlösung | Artikel von Benjamin von Wyl für die WOZ. Von Wyl war früher selbst in einer Freikirche, jetzt hat er vier andere Aussteiger:innen zu ihrer Emanzipation befragt. Interessante These: Wer es schafft, sich von einer Sekte zu lösen und deren Logik anzuzweifeln, durchschaut eher auch Verschwörungstheorien.
David Dubach (besser bekannt als Knackeboul): «Wenn es politisch und gesellschaftlich einen grösseren Stellenwert hätte, Leute beim Ausbruch aus solchen Gefügen zu unterstützen, wären auch weniger Menschen für Verschwörungstheorien anfällig.»
Mir scheint offensichtlich, dass religiöse Menschen (und nicht bloss streng religiöse) eher dazu tendieren als atheistische, auch an UFO zu glauben, an Homöopathie, 9/11-Inside-Job-Theorien und schliesslich die grosse Impf-Verschwörung. War zumindest lange mein Eindruck.
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Attack of the Weekly Links: Demokratie-Nacht, japanischer Kommunismus, Filmkunst

Nacht der Demokratie | Die Theatergruppe SinnSpiel wagt sich ins Hinterland der Schweiz und tritt am Streit-Festival in Luzern auf. Bei der Nacht der Demokratie handelt es sich um ein performatives Znacht, bei dem die Zuschauer ihr Demokratieverständnis verhandeln. Ich war dabei, als die Nacht zum ersten Mal veranstaltet wurden, und empfehle sie gern weiter.

Japan’s Lovable Communist Revolution | Passend zum Tag der Arbeit: Nach Ende des Zweiten Weltkriegs gab es in Japan eine starke sozialistische Bewegung, fast wärs zu einer Revolution gekommen. Weshalb das dann doch nicht geklappt hat, erklärt das Video des Kanals Step Back. (Kurze Antwort: Die Amis waren schuld.)

Desillusioniert in der Filmkammer des Schreckens und Spinoff #4 | Kaum zu glauben, aber die Filmkammer des Schreckens ist zurück. Einmal mehr wird viel Schrott Filmkunst besprochen.