Ein Titel, ganz leicht zu konsumieren

Der Titel dieses Filmes ist wohl bekannter als sein Inhalt: „Four Weddings and a Funeral“, oder auf Deutsch „Vier Hochzeiten und ein Todesfall“. Gefühlt hundertausendfach wurde der Filmtitel gesampelt, so scheint mir, was erstaunlich ist, weil das Original gar nicht über sonderlich viel Substanz verfügt, oder vielleicht gerade deswegen, weil sich sowieso niemand an den nicht vorhandenen Inhalt erinnern mag? Wie auch immer. Der Film stammt aus dem Jahr 1994, und es gibt jetzt keinen besonderen Anlass, sich diesen Schrott anzusehen, denn leider ist Hugh Grant ja noch nicht gestorben. Dieser Streifen war der Start seiner Karriere, und er hat danach dieselbe Rolle in praktisch all seinen Filme wieder und wieder und wieder und wieder gespielt.

Wie der überberühmte Titel ankündigt, geht es um die zwei grossen Themen der Kunst (laut Reich-Ranicki seelig sei der Rest Schmarrn): Liebe und Tod. Ich habe den Film wohl mal als Kind gesehen, und leider hat mir mein Papa oder ein sonst anwesender verantwortungsbewusster Erwachsenen nicht zwei Ohrfeigen gegeben und erklärt: Verschüchterte Männer, die sich schleimig an schöne Frauen ranmachen, werden von allen gehasst, insbesondere von diesen Frauen, und das vollkommen zu Recht! Man hätte mir viele pubertäre Missverständnisse erspart.

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ZFF 2018: Orecchie

Orecchie
Von Alessandro Aronadio; Italien 2016, 90 min.
Sektion: Neue Welt Sicht: Italien

Stell dir vor, du sitzt in einer miserablen, völlig unlustigen Komödie — umgeben von Leuten, die sich kaputtlachen. So gings mir mit Orecchie. Dass der Film genau davon handelt, ist das einzig Lustige daran.

Ein Typ (Daniele Parisi) erwacht eines Morgens mit einem schmerzhaften Klingeln im Ohr. Dabei hat er schon genug Probleme: Der Aushilfelehrer (Philosophie und Geschichte) muss an ein Bewerbungsgespräch bei einem Verlag, und seine Freundin hat ihm einen Post-it-Zettel an den Kühlschrank geklebt: Sein Freund Luigi sei gestorben, um 19 Uhr sei die Beerdigung. Freilich kennt unser Held keinen Luigi.
Nun muss sich der Philosoph einen Tag lang herumschlagen mit aufdringlichen Nonnen, defekten Geldautomaten, inkompetenten Ärzten oder seiner Mutter, die sich gerade einen jüngeren Freund angelacht hat.

Orecchie (zu Deutsch: Ohren) gibt sich einen hippen, intellektuellen Anstrich mit schwarzweissen Bildern und jazziger Filmmusik (denn Woody Allen hat das ab und zu gemacht, und darum machen das jetzt alle Komödienregisseure mit „Anspruch“), aber lasst euch nicht täuschen: Das ist alles Holzhammerhumor, und die gelegentlichen philosophischen Anwandlungen bleiben durchgehend seicht. Da kommt zum Beispiel Camus vor*, aber Gott bewahre, dass da mehr kommt als die oberflächlichst mögliche Zusammenfassung.

*Wäre Nietzsche dann doch zu offensichtlich gewesen, oder kennt man den in Italien einfach weniger?

Was man lustig findet, ist ja durchaus subjektiv, aber ein unorigineller, fauler Witz ist immer ein unorigineller, fauler Witz. Eine Figur ist nicht automatisch lustig, wenn sie sich auf mühsame Art exzentrisch verhält, und schrilles Getue ist nicht der Höhepunkt der Komik. Da muss schon ein bisschen mehr kommen als: „Hahahaha, die Frau an der Rezeption widmet ihrem Handy mehr Aufmerksamkeit als den Patienten! Und dann hat sie auch noch lange Fingernägel, kaut Kaugummi und lacht laut! Wie überaus köstlich!“

Und dann diese ganzen Routinen um Alltags-Ärgernisse, die schon hundertausendmal durchgespielt worden sind. Da will unser Philosoph bei einer Fast-Food-Kette ein Menü bestellen, aber HAHAHAHAHA! der Typ am Schalter ist total unflexibel, was die Menüzusammenstellung anbelangt! Das ist nur noch einen Schritt weit entfernt von einer Nummer übers Kaffeebestellen bei Starbucks.
Oder da ist der erwähnte Freund der Mutter, der als „Performer“ arbeitet. Wir sehen eine dieser Performances, und das ist dann halt irgendwelcher willkürlicher Bullshit, der beklatscht wird — der Performer schreit herum und isst eine Zwiebel. Mit anderen Worten, das ist die Art von Parodie auf moderne Kunst, die nur von Leuten kommen kann, die noch nie in ihrem Leben etwas mit moderner Kunst zu tun hatten.

Jesses. Ich hatte jetzt einen Tag Zeit, um den Film zu verdauen, aber ich könnte schon wieder an die Decke gehen.

Am Ende geht unser Philosoph an die Beerdigung von Luigi und da wird endgültig klar, wessen Geist Orecchie ist: Der Philosoph hält eine kitschige Rede, in der er dem Konformismus ein Lob singt. Und nein, da gibts keine Spur von Ironie oder Sarkasmus. Er ist ein grummeliger Zyniker, der alle anderen Leute für dumm hält und keine Kompromisse eingehen will — jedenfalls wird das behauptet, aus der Handlung selbst wird das nur rudimentär ersichtlich –, aber dank den Begegnungen an diesem Tag lernt er, dass zu viel Denken nur unglücklich macht. Und dass Atheisten einsam sterben, im Gegensatz zu Gläubigen. Ja, ich schwöre, das ist weder ironisch noch sarkastisch gemeint. Der Film ist wirklich so spiessig. Aussagen des Regisseurs in Interviews decken sich damit.

Ich halte ja auch nicht viel von diesem Zynismus à la The Catcher in the Rye („Ihr seid alle Schafe, Mann!“), über den man hinauswachsen sollte, sobald man die Teenagerjahre hinter sich hat. Aber eine kritische Auseinandersetzung damit müsste auf einer intellektuellen Ebene stattfinden, auf der sich Orecchie zu keiner Sekunde bewegt.

Und ja, im übertragenen Sinn kann man den Film wie folgt lesen: „Hör auf, dich über schlechte Witze aufzuregen! Hör auf, über Botschaften nachzudenken! Lach einfach! So wie alle anderen! Lach einfach! Lach! Lach! LACH!“

HAHAHAHAHAHAHAHAHA!!!!

 
Ein ähnlicher, aber guter Film ist übrigens Oh Boy.

ZFF 2017: Punks vs. Bünzlis

Lasst die Alten sterben
Regie & Drehbuch: Juri Steinhart
Schweiz 2017; 92 min.
Special Screening

Die Gentrifizierung bin ich
Regie & Drehbuch: Thomas Haemmerli
Schweiz 2017; 98 min.
Internationaler Dokumentarfilm / Wettbewerb

Zwei Filme über die linksanarchistische Szene im weitesten Sinne: Die Komödie Lasst die Alten sterben und der Dokumentarfilm Die Gentrifizierung bin ich. Ob die was taugen?

Lasst die Alten sterben erzählt von Kevin (Max Hubacher), dem verwöhnten Goff eines reichen Linksliberalen (Christoph Gaugler). Kevin ist ein Teenager (sein Darsteller Hubacher allerdings 24 Jahre alt, was dann doch ein bisschen irritiert), er trainiert seine Muskeln, er hängt seine gesamte Freizeit auf Sozialen Medien herum, er geht auf Partys und trinkt auf denselben so viel, dass er schlussendlich kotzt.
Irgenwann kommt Kevin auf die Idee, sein Ritalin abzusetzen. Daraufhin triezt ihn ein imaginärer Punk. Weswegen Kevin zuhause den Fernseher sowie sein Handy kaputtschlägt und seinen besten Kumpel davon überzeugt, eine Hausbesetzer-WG zu gründen. (Weshalb der beste Kumpel mirnichtsdirnichts mitmacht? Keine Ahnung.)

Die beiden suchen daraufhin Mitbewohner, was eine Art WG-Casting-Show nach sich zieht, die wohl von Danny Boyles Kinofilm-Debüt Shallow Grave inspiriert ist. Der Berner Regisseur Juri Steinhart bedient sich auch bei Boyles geringfügig bekannterem Nachfolgefilm Trainspotting, sowie bei David Finchers Fight Club, aber die Fallhöhe von Trainspotting und Fight Club zu Lasst die Alten sterben ist dann doch ein bisschen sehr hoch.

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ZFF 2016: Was hat uns bloss so ruiniert

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Meine Güte, das sind ja alles fürchterliche Menschen. Und nervtötend sind sie auch. Aber sehr lustig.

Was hat uns bloss so ruiniert ist die Geschichte dreier Pärchen. Das ist die Sorte Mensch, die in der Stadt in Altbauwohnungen lebt, irgendwas mit Medien oder Computer macht, umweltbewusst und ökologisch einkauft.
Als die eine schwanger wird, wollen ihre Freundinnen ebenfalls Kinder. Schliesslich sitzen sie alle mit ihren Hosenscheissern in der Kinderkrippe und diskutieren mit den anderen Eltern darüber, ob man Rosinen ins Müsli tun darf oder nicht, weil getrocknete Früchte zuviel Fructose enthalten. Als Zuschauer würde am liebsten mit einer Atombombe schmeissen und Österreich dem Erdboden gleich machen.

„Es ist sehr viel davon echt“, erzählt Regisseurin Marie Kreutzer (Gruber geht) im Q&A. Grundlage für das Drehbuch seien Beobachtungen aus ihrem Umfeld gewesen, auf dem Spielplatz oder bei Tischgesprächen. Ausserdem hätten die Schauspieler in den Proben einiges dazuimprovisiert.
Aber natürlich ist das alles humoristisch übertrieben, und der trockene Humor der Österreicher ist toll, also kann man sich den Film auch ansehen, wenn man selbst keine Kinder hat (nachdem man diesen Film gesehen hat, ist man auch froh darüber, keine Kinder zu haben).

Wenn man sich etwas hätte sparen können, dann diese grauenhafte Coverversion von Whitney Houstons „I Wanna Dance With Somebody“ auf dem Soundtrack — weshalb kommen Musiker eigentlich immer wieder auf die Idee, es sei in Ordnung, hochenergetische Songs als einschläferndes Gehauche zu covern?
 

Was hat uns bloss ro ruiniert läuft in der Kategorie Fokus Schweiz, Deutschland, Österreich / Wettbewerb
Letzte Vorstellung: Fr 30.9. um 21.15 Uhr in der Arena 7
Was hat uns bloss ro ruiniert
Österreich 2016, 96 Min.
Regie & Drehbuch: Marie Kreutzer
Mit Vicky Krieps, Marcel Mohab, Livia Teppan, Pia Hierzegger, Manuel Rubey, Pheline Roggan et al.

ZFF 2016: Swiss Army Man

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Der Swiss Army Man ist der nützlichste Superheld aller Zeiten: Seine Fürze sind so stark, dass man auf ihm übers Wasser fahren kann wie mit einem Jetski. Schlägt man seinen Zeigefinger und Daumen gegeneinander, sprühen Funken, so dass man Feuer machen kann. Und mit seinen Zähnen kann man sich den Bart abrasieren. Ausserdem ist er eine verrottende Wasserleiche.

Hank (Paul Dano) traut seinen Augen kaum, als der Swiss Army Man (Daniel Radcliffe) an seinen Strand gespült wird. Eigentlich wollte Hank grad Selbstmord begehen, denn er hockt schon eine ganze Weile auf einer einsamen Insel fest. Aber mithilfe des Swiss Army Man könnte er es tatsächlich zurück in die Zivilisation schaffen.

Swiss Army Man ist eine durchgeknallte Groteske, ein kleines Meisterwerk des Surrealen, der erste Langfilm des Videoclip-Duos The Daniels — einer breiten Öffentlichkeit bekannt dank ihres lebensverändernden Musikvideos zu „Turn Down For What“.

Dabei ist Swiss Army Man nicht einfach nur eine Aneinanderreihung witziger Einfälle, keine blosse Nummernrevue: Die Beziehung zwischen Hank und dem Swiss Army Man geht einem tatsächlich zu Herzen. Irgendwann fängt die Leiche nämlich an zu reden, stellt sich als Manny vor. Der erinnert sich aber nicht an sein Leben vor dem Tod, so dass ihm Hank die ganze Welt erklären muss – dabei hat er doch selbst von nichts eine Ahnung. Am Ende ist es der Tote, der ihm etwas beibringt. Hach, wie schön.

Besonders erwähnen möchte ich die Filmmusik von Andy Hull und Robert McDowell, ihres Zeichens Mitglieder der Indie-Rockband Manchester Orchestra. Im Film murmelt Hank einmal das Lied „Cotton Eye Joe“ vor sich hin, oder er singt Manny das Titelthema zu Jurassic Park vor, um in ihm Erinnerungen an das Leben als Mensch zu wecken. Davon ausgehend haben Hull und McDowell einen A-cappella-Soundtrack eingespielt, der diese Melodien zum Teil in genialer Art und Weise variiert und weiterführt.

Hm, Daniel Scheinert, Daniel Kwan, Daniel Radcliffe … Kann es zuviel Daniels geben? Die Antwortet lautet: Nein.
 

Swiss Army Man läuft in der Kategorie Special Screenings
Letzte Vorstellung: Sa 1.10. um 20.30 Uhr in der Arena 4 (ausverkauft)
Regulärer Kinostart am 27. Oktober
Swiss Army Man
USA 2016, 95 Min.
Regie & Drehbuch: Daniel Scheinert, Daniel Kwan
Mit Paul Dano, Daniel Radcliffe et al.

Ein Film so zum Gähn

Ich hatte mal versucht ein Drehbuch zu schreiben. Zusammen mit einer sehr engagierten Filmemacherin aus Bern. Wir haben 2 Jahre lang an der Story, den Figuren, den Dialogen und Drehorten gefeilt. Und dann abgebrochen. Oder ich hab abgebrochen. Erst schrieb ich unserem renommierten Produzenten in betrunkenem Zustand eine so verrückte E-Mail, dass er verständlicherweise wohl nie mehr ein Wort mit mir wechseln wird, und dann teilte ich meiner Co-Autorin mit, das Projekt sei für mich gestorben. Dabei war es ganz nett gewesen, hatte eine lustige Hauptfigur, und auch einzelne Nebenfiguren hatten grosses Potential. Nur war es eben für meine Ansprüche zu wenig. Zu viele Klischees die nicht gebrochen, oder wenn gebrochen, dann mit Ansage gebrochen wurden. Viel zu wenig fieser Humor. Viel zu viel netter Humor. Es hätte den Aufwand weiterzumachen, einen Film zu machen, schlicht nicht gerechtfertigt. Wir hätten bloss die Zeit von vielen Leuten verschwendet. Es wäre ein Film geworden so schlecht wie „Ein Mann namens Ove“.

Mein Verdacht ist ja, dass ich bloss solange an dem Projekt gearbeitet habe, weil die Filmemacherin hübsch war und ich wohl irgendwie scharf auf sie. Hat beides nicht geklappt. Nur wundere ich mich seit langem, sei es im Theater, im Kino oder im Konzertsaal, warum nicht mehr Menschen zu solchen Entscheidungen fähig sind. Es ist ja voll ok es zu versuchen, und es ist auch ok zu scheitern, und ich bin wirklich der letzte, der es nicht toll findet, wenn Menschen ihre Erfahrungen transformieren, also vom Konsumieren wieder ins Machen kommen. Aber man kann doch einschätzen, bei allem Ehrgeiz oder egal wie scharf man auf jemanden ist, ob etwas gut ist, ob etwas relevant ist, ob etwas nötig ist, dass man dafür Eintritt verlangen kann, oder Zeit in Anspruch nehmen, oder Aufmerksamkeit. Ein Freund von mir, der manchmal gutes und manchmal schlechtes Theater macht, kommt dann immer mit Monthy Phyton und behauptet die Hälfte ihrer Skechte seien scheisse. Das ist für mich kein Argument, denn die andere Hälfte ist dafür genial. Ich finde learn by doing ja ok, aber muss es denn öffentlich sein? Gäbe es dafür nicht Kunstschulen?
Wie auch immer. Der Film „Ein Mann namens Ove“ dürfte nicht im Kino laufen, wenn ich eine ästhetische Diktatur errichtet hätte. Er basiert auf dem gleichnamigen Buch und es wäre somit vorauszusehen gewesen, dass das nichts werden kann. Erzählt wird das Leben des Eigenbrötlers Ove, der seine Nachbarn mit der strikten Kontrolle zur Einhaltung der Regeln seines Wohnviertels terrorisiert. Als er entlassen wird, weil er zu alt ist, will er sich umbringen, weil er seine tote Frau vermisst, aber immer wenn er das versucht, pfuschen ihm seine neusten Nachbarn rein, welche gerade hergezogen sind, und seine Rolle als Führer der Siedlung nicht kennen. Klingt amüsanter als es ist und soll komisch sein.

Schlimm an einem solchen Film finde ich vor allem das Wälzen von immer gleichen Darstellungen des europäischen Lebens (nervt genauso bei asiatischen, lateinamerikanischen, amerikanischen Filmen, halt einfach mit Wechsel der Vorurteile). Es ist als wolle man das Hier und Heute in biederer Heiterkeit in Stein meisseln. Dabei macht man sich angeblich über den Spiesser Ove, der überall Verbotsschilder aufhängt, lustig, und er kann sich dank schwierigen Nachbarn weiterentwickeln, was ja wirklich klug gedacht scheint, man ist aber in Wirklichkeit viel regelkonformer als jeder noch so radikale Gartenzwergfaschist. Und vergisst dabei, dass die meisten Leute, welche solch Zwangsstörungen haben, nicht bereit oder fähig sind sich zu ändern. Ja, sie sehen darin entscheidend die Legitimität ihrer Existenz. Das Menschenrecht, sich nicht ändern zu müssen, selbst wenn alle anderen darunter leiden. Würde Ove irgendwann zum Stumgewehr greifen und seine Wohnsiedlung zusammenschiessen oder anzünden, das würde Sinn machen. Leider aber sagt der Film lieber aus, dass guten Menschen auch mal etwas Trauriges passiert und dass sie das dann prägt. Einfach nur zum Kotzen sowas.

Zum Glück hatte ich die Möglichkeit den Film zu Hause anzuschauen und so konnte ich nach 50 Minuten anfangen die Küche aufzuräumen und das Geschirr abzuwaschen und ging dann irgendwann schlafen. Ove lag grad in einem Krankenbett und seine hochschwangere Nachbarin (muss ich sagen, dass sie Iranierin ist und deshalb „gut kochen“ kann, würg?) bekam grad die Wehen. Was für eine Zeitverschwendung, dieser Film. Eine weisse Wand 1 Stunde und 55 Minuten anzuschauen und dabei über die Leichtbauweise von Modellflugzeugen nachzudenken wäre spannender. Oder jedes, wirklich jedes, wirklich jedes andere Thema.

Es gibt dafür 2 von 10 Volvos. Und ganz bestimmt keinen einzigen Saab.

Nachtrag: Seit kurzem arbeite ich wieder an dem Drehbuch mit der Filmerin. Sie hat das alleine so weit überarbeitet, dass es doch noch ganz gut werden könnte. Wir werden sehen.

Ein Mann namens Ove/En man som heter Ove
Schweden 2015, 116 Min.
Regie & Drehbuch: Hannes Holm (nach dem Roman von Fredrik Backman)
Mit Rolf Lassgård, Filip Berg, Sofie Gällerspång et al.