Amsterdam, Teil 2: „Ghost Stories“ am Imagine Film Festival

Während unseres Amsterdam-Trips besuchen die Allerliebste und ich auch das Imagine Film Festival. Gegründet 1991, hiess es bis 2009 Amsterdam Fantastic Film Festival. Der Name hat sich geändert, die Programmschwerpunkte sind geblieben. Es wird also fantastisches Kino gezeigt: Fantasy, Science-fiction, Horror, Asiatisches etc. Sein ein paar Jahren findet es im Eye-Film-Museum statt, das 2012 eröffnet wurde. Ein grandioses Ding, das zur Hälfte quer in den Himmel ragt. So sieht das aus.

Wir haben zufällig die Closing Night erwischt, müssen also erst einmal die Preisverleihung über uns ergehen lassen. Es werden jede Menge Preise an jede Menge Filme verliehen, die wir nicht gesehen haben. Und dabei sind Preisverleihungen an sich schon eine langweilige Sache.
Immerhin scheints, als hätten die Leute Freude an ihrem Festival. Jedenfalls fällt mir auf, ähnlich wie beim NIFFF in der Schweiz, dass Fantastik-Filmfestivals um einiges lockerer und nicht so selbstverliebt sind wie andere Festivals.

Wie dem auch sei: Nach der Preisverleihung ist endlich der Abschlussfilm dran, die Horroranthologie Ghost Stories. Für Drehbuch und Regie ist das Gespann Jeremy Dyson und Andy Nyman verantwortlich. Die beiden sind vor Ort, erzählen ein wenig von den Dreharbeiten und beantworten Fragen.

Bei Ghost Stories handelt es sich die Verfilmung eines Theaterstücks, das ebenfalls von Dyson und Nyman stammt. Seine Premiere hatte es 2010, und seither läuft es sehr erfolgreich auf englischsprachigen Bühnen. Nun, diese Bühnenversion hab ich nie gesehen, daher kann ich auch nichts dazu sagen, wie geglückt die Adaption ist. Immerhin: Von allein wär ich wohl nicht draufgekommen, dass das eine Theaterverfilmung ist – mit entsprechendem Wissen fallen mir aber zumindest im Finale einige Stellen auf, in der die Filmemacher mit den Kulissen auf eine Art und Weise spielen, die von der Bühne herrühren muss. Das ist spannend. Ansonsten beeindruckt mich die Regie nicht allzu sehr – dazu aber weiter unten mehr.

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