Globi und das Establishment

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Tief im Bauch der Urania-Wache steht die Rückkehr des grössten Schweizer Comichelden bevor. Passenderweise gibt der Presseraum vom Hauptquartier der Zürcher Stadtpolizei ein skurriles Bild ab. Unter den strengen Blicken der Ordnungshüter hüpfen Kinder umher. Es ist die Medienorientierung zum neuen Globi-Band, der sich mit einem Goldraub am Paradeplatz befasst.

Das hochgewachsene, blaue Fabelwesen entführt die Kinder gleich höchstpersönlich zu einem gesonderten Programm. Verlagsleiterin Gisela Klingenberg schildert die pikante Entstehungsgeschichte. Ein Mitglied der Interventionseinheit Skorpion sei mit der Idee an den Verlag herangetreten. Dieser Mitarbeiter ist sogar anwesend. In voller Kampfmontur, inklusive Skimaske. Gefürchig! Aber ich verspürte ja schon als Kleinkind ein schlechtes Gewissen, wann immer ein Polizeiauto vorbeifuhr.

Wir werden gebeten, den Namen dieses Mitarbeiters nicht zu verraten und wollen ihn daher unter seiner Berufsbezeichnung «65» führen. Der Vorgesetzte von «65» beteuert, wie realitätsnahe die geschilderte Polizeiarbeit sei. Man seile sich zwar nicht täglich vom Helikopter ab, müsse aber oft und hart für Szenarien trainieren, die eigentlich nur selten eintreffen. Wie vorige Woche an der Rämistrasse. Wäre Globi im Team gewesen, die Juwelendiebe hätten keine Chance gehabt, scherzt Kommunikationschef Michael Wirz.

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