Valérian et Laureline, Teil 1: Apokalypsen und Uhren

Anfangs Januar gabs die Ankündigung, dass die Dreharbeiten zu Valerian and the City of a Thousand Planets begonnen hätten. Regisseur und Produzent Luc Besson (The Fifth Element, Lucy) höchstpersönlich verfilmt die legendäre französische Comicserie Valérian et Laureline. Just am Tag der Nachricht drückte mir ein Bekannter (hoi Albi!) ein paar Exemplare eben jener bandes dessinées in die Hand – dieser Zufall ist für mich Grund genug, um mich kritikermässig daran auszutoben.

 
Die Grundlagen

Schon seit 1967 läuft Valérian et Laureline und gehört damit zu den langläufigsten französischen Comicserien (2010 erschien theoretisch der Abschlussband, aber 2014 zum Beispiel gabs ein neues Album mit Kurzgeschichten).
Der Zeichner Jean-Claude Mézières und der Texter Pierre Christin, Freunde seit Kindertagen, haben sich damals die Science-Fiction-Abenteuer für die Zeitschrift Pilote ausgedacht (der Heimat von Asterix, Lucky Luke oder Isnogud); ab 1970 erschienen die Geschichten als Alben.
Valérian und Laureline (auf Deutsch Valerian und Veronique, weiss der Teufel wieso) sind zwei Agenten des Raum-Zeit-Service von der Erde der 28. Jahrhunderts. Im Auftrag der Hauptstadt Galaxity sind sie um die Sicherheit des irdischen Imperiums besorgt; hierzu reisen sie durchs halbe Universum und in verschiedene Epochen.

 
Die Stadt der tosenden Wasser/La Cité des eaux mouvantes (Bd. 1, 1970)

Galaxity ist die Hauptstadt des irdischen Sonnensystems. Seit der Erfindung der Reisen in die Rau-Zeit hat sich die Gesellschaftsstruktur grundlegend geändert. Die Zeit des Müssigganges hat begonnen. Nur die Agenten des Raum-Zeit-Service, für den Valerian und Veronique arbieten, haben ständig zu tun.

Tatsächlich lümmeln Valerian und Veronique (ich bleib mal bei den deutschen Namen) in der freien Natur herum und spielen 3-D-Schach, da werden sie auch schon ins Büro berufen: Ein gewisser Kombul sei geflohen. „Er hat eine Raum-Zeit-Maschine gestohlen und bewegt sich so frei in der ganzen Weltgeschichte“, erklärt der Chef. „Er kann unsere Vergangenheit ändern.“

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