Kulturbeutel

DSC_0162

Ich bin vor kurzem nach St. Gallen gezogen. In der Region aufgewachsen war ich lange im Exil. Deshalb ging ich aus Neugier an den Neuzuzüger Apéro der Stadt St. Gallen im Pfalzkeller. Dort gab es erst einen Vortrag des Stadtpräsidenten und ein paar Videos zu sehen. Bei den Videos wurden so spannende Themen wie Weihnachtsbeleuchtung oder Schneeräumen behandelt. Der Stadtpräsident ist ein schlechter Redner und der Chor, der dazwischen immer mal singen durfte, war etwas zu leise für die Grösse des Saales geraten.

Danach ging es zum zweiten Teil über. Im Nachbarkeller einem langen Saal gab es Bratwurst, Bier und verschiedene Stände von Vereinen aus der Stadt St. Gallen. Es stimmt wirklich, Männerchöre und Turnvereine suchen verzweifelt Mitglieder. Es gab Kugelschreiber, Kaugummis und Getränke. Und einen weissen Abfallsack. Ja, weil St. Gallen stolz darauf ist als erste Schweizer Stadt den Gebührensack eingeführt zu haben. Auch dabei waren eine rothaarige korpulente Dame mit blauer Hornbrille und ihrer Assistentinnen. Da ich taktischerweise erst die zu erwartenden Geschenke abholen ging, im Gegensatz zur Masse der Einwanderer die erst mal essen wollten, kriegte ich einen der, so wurde mir später klar, hochbegehrten Kulturbeutel. So wird er offziell genannt. Es handelte sich dabei um einen robusten Plastiksack, einer Mischung von Freitagtasche und Migrossack der Schule für Gestaltung. Voller Prospekte zum Thema Kultur also in St. Gallen. Es hatte darin:

– Ein Couvert des Flagschiffs, der LOKremise mit Flyern, einem Monatsprogramm und einem „persönlichen“ Brief, wo sie sich mir als „Kulturzentrum mit Theater, Programmkino, Kunstzone und Restaurant“ vorstellt. Sehr schöne Gestaltung, sicher kostspielig. Vielseitiges Angebot.

Ich greife erneut in den Beutel und halte in der Hand, warte mal

– Den Spielplan des Sinfonieorchesters St. Gallen. Das Titelbild dieses Faltblattes zeigt neben Informationen das Bild eines Strohhutes in der Hand eines Menschen neben dem Abschnitt eines Birkenstammes und grüngelbem Hintergrund. Das Programm umfasst Klassiker und Versuche, auch mal etwas „Moderneres“ zu wagen, ohne die Hochkultur per sein in Frage zu stellen.

– Ein Flyer der Freunde des Sinfonieorchesters St. Gallen, Jahrsbeiträge: Einzelmitglied 70 Fr., Paarmitglied 120 Fr., Firmen ab 1000 Fr., Gönnermitglied 200 Fr., Gönnerpaar 300 Fr., dafür gibt’s verschiedene Rabatte und Begegnungsmöglichkeiten sowie Infos.

Und weiter geht es mit

– Einer zu bezahlenden Rechnung von „Sunrise“?! Oh, der Kulturbeutel liegt hier wohl schon etwas länger rum und ich hab ihn als Altpapiersammler benutzt.

Aber wie auch immer

– Ein Flyer des Textilmuseums mit schönen Fotos, Beschreibung in 3 Sprachen und Lageplan wie Öffnungszeiten.

– Ein Plakat des Textilmuseums mit gelber Giesskanne auf silbrigem Grund und blauer Schrift zur Ausstellung „Furor Florails“.

– Ein Flyer des Oratorienchors St. Gallen, vorne steht oben gross „Singen…“, dahinter ein imposantes Foto des Chores in einer alten Kirche. Öffnet man den gefalteten Flyer ist auf der linken Seit ein Rundumeli mit einem Tannenzweig drin und rechts steht „…begeistert“, „…befreit“ „..bewegt“, dazu verschiedene Sätze und in der Mitte ganz entfaltet, folgen weiter technische Erklärungen der Funktionsweise des Chores und einer möglichen Teilnahme als neues Mitglied sowie Programmpunkte.

Weiter geht die fröhliche Fahrt durch durch den Kultusbeutel, in meiner Hand halte ich

– Ein Flyer vom Theater pafin de siecle, Mühlensteig, St. Gallen, aha, das steht so klein, dass es meine Grossmutter, würde sie mal nach St. Gallen ziehen, nicht lesen könnte, präsentiert wird Frank Wedekind, „Das Fleisch hat seinen eigenen Geist“, Lieder und Texte, dazu Daten und die notwendigen Logos der finanziellen Unterstützer der Veranstaltungen.

– Das Programm der Kellerbühne, Kabarett und Kindertheater mit mehr und auch weniger Anspruch, kurz bündig übersichtlich, ginge es nach der Form, würde ich bis jetzt am ehesten in die Kellerbühne.

Aber ich würde ja auch nie bei einem Chor mitsingen, wie mein andere leider verstorbene Grossmutter, welche gejodelt hat, mir schwirrt langsam der Kopf ab all der Infos und dabei ist der Kulturbeutel noch voll.

– Flyer für den Cineclub in der Grabenhalle St. Gallen, sehr künstlerische Gestaltung, alternative Filme etwa 2 mal im Monat.

Ich freue mich, denn das Nächste ist ein

– “Gutschein für ein Gratisexemplar der Sankt-Galler Kantonsgeschichte“ vom Staatsarchiv St. Gallen. Ein 9-bändiges historisches Werk, darin werden „von der Frühzeit bis in die heutige Zeit die Bereiche Poltik-/Herrschaft, Wirtschaft, Lebensweise, Religiosität und Kultur behandelt“. Wow, also falls man nicht so der Vereinsmensch ist, endlich mal was zum zu Hause lesen.

– Schon wieder ein Flyer des Sinfonieorchesters, anscheinend nochmal derselbe, etwas gierig die Damen und Herren.

– Ein Karton oder grosser Flyer, „newart music contrapunkt“ in einen schwarzen Kreis geschrieben, darum Kreise, welche die Zahlen 1, 2, 3 sowie Saison 2015/16 verschieben. Zeitgenössisches Musikschaffen in der Tonhalle mit alten Instrumente, wenn ich es richtig verstehe.

– Ein Karton von Stadtbibliothek Katharinen, Bibliothek Hauptpost, Kantonsbibliothek Vadiana, den man auseinander brechen kann und dann hat man 3 Buchzeichen, kreativ. Dazu Öffnungszeiten und Preise. Bei der Vadiana gibt es Historisches und Programm, keine Inhaltsangaben zu den anderen zwei, da anscheinend keine Präferenzen bestehen.

– Nochmal eine Postkarte der Jetzt-reicht-es-dann-aber-mal-Freunde des Sinfonieorchesters.

Es kommt hier einiges zusammen und ich bin noch lange nicht fertig, wieder ein Plakat diesmal

– Ein Plakat der Theater Tanzschule, jemand in grauer Hose und schwarzen Schuhen, die Hände in den Hosentasche, steht da. Ein Mädchen oder Frau springt von links in das Bild. Weiss mit etwas Blümchen prägt ihr Kleid. Blonder Zopf, aber vom Bild praktisch abgeschnitten. Hinten drauf das Saisonprogramm mit den Angeboten der Tanzschule. Die Kurse sind vor allem für Jugendliche und kosten zwischen 250 und 465 Fr. im Jahr.

Jetzt gibt es was zu lesen

– Fast schon ein richtiges Magazin. Aber noch nicht ganz gross. „Terzett“ heisst das Machwerk von Theater, Sinfonieorchester und St. Galler Festspiele, darin befinden sich Berichte über Proben und Auftritte und über die Protagonisten. Auf dem Titelblatt ist eine Schauspielerin auf einer Holzplatte sitzend hoch oben in einem Tannenwald zu sehen. Sie guckt um die Ecke des linken Randes. Drinnen im Magazin gibt es dann ein Making-of zu dem Foto, welches für das Stück „Ronja Räubertochter“ entstanden ist. Es wurde in einem Kletterpark aufgenommen, das Plakat war mir in der Stadt schon vorher aufgefallen. Ich jetzt persönlich würde jedem Kind in der Schweiz immer empfehlen, erst das Buch zu lesen und erst dann, wenn es denn sein muss, ins Theater zu gehen und sich das anzugucken und ich spreche aus Erfahrung.

– Noch ein Plakatflyer, diesmal ein Theater-Programm für Kinder und Jugendlichen. Sehr künstlerisch, soll heissen abstrakte Fotos und Copyrightidentyschrift des Theater St. Gallens, wie ich inzwischen weiss. Motto „Erleben und Mitmachen“. Der Aufwand für das jung Publikum scheint beträchtlich zu sein. Alles versuchen, bevor man sie ans Fernsehen und Youtube verliert.

Es folgt noch ein

– Ein Flyer des Theaters für „bis zu 50%“ Rabatt auf den Eintritt zweck eines Schnupperabos, 4 Vorstellungen zu 120-190 Fr. „Das weite Land“ von Arthur Schnitzer, „West Side Story“ von ja West Side Story halt, „Peer Gynt“ als Tanzstück von Beate Vollack (toller Name), „Tosca“ Oper von Giacomo Puccini.

Und dann folgt quasi die Bibel des ganzen:

– Das Spielzeit-Buch von Theater und Sinfonieorchester und es wird klar, warum die so viele Freunde brauchen. Man kennt das auch vom Schauspielhaus Zürich. Fetter Schinken mit dem ausführlichen Jahresprogramm. Hier etwas weniger gewagt und braver und zweiseitig anzulesen, weil zwei Bühnen. Sonst das Übliche, gähn, ich werde müde, auf das ich jetzt nicht eingehe.

Darum endlich als Auffrischung etwas Chrüsmüsi

– Flyer des Quartierentwicklers Peter Bischof, bei dem man sich melden soll, falls man Ideen zur Verbesserung der Lebensqualität habe, oder andere Anliegen. Ich frage mich jetzt, wie jemand als Quartierentwickler für alle Quartiere zuständig sein kann, aber vielleicht verwechsle ich da auch was.

– Flyer für „Interkultureller Begegnungstag“ nächsten Sommer. Ein Bild eines Trommlers im T-Shirt der brasilianischen Nationalmannschaft, vorne Tänzerin in Karnevalskostüm, aufgenommen auf dem Marktplatz in St. Gallen. Hinten auf dem Flyer steht, man erinnere sich gerne an das vergangene Fest und freue sich auf das nächste Jahr und die Facebookseite.

– Faltblatt der Stiftsbibliothek St. Gallen, kommt edel und ausführlich daher. In 3 Sprachen Geschichte der Bibliothek und Öffnungszeiten so wie Ortsangaben. Keine Angaben zu Eintrittpreisen.

– Flyer Digitale Bibliothek Ostschweiz mit der Frage „Digitale Bibliothek — Was ist das?“ und einer Internetadresse.

Was kommt als nächstes? Oh, diesen Flyer hab ich sonst bekommen an dem Abend, gehört also streng genommen nicht in den Kulturbeutel:

– Flyer „stimmix x anderscht“, wahrscheinlich ein Gospelchor für Popmusik oder ähnliches, miserable Grafik. Sing Lieder wie „Lueget vo Berge und Tal“ — „Summertime“-Happy“ — “Rosalie“ — “I follow the River“. Peinlicherweise kenne ich diese Lieder, im Gegensatz zu all der Klassik auf dem anderen Werbematerial. Internetadresse lass ich mal weg jetzt.

Juhuuu

– Ein Gutschein für 10 Fr. für die Bibliothek Hauptpost. Die Nummer des Gutscheines ist H229 und er gilt „Für ein Abo Erwachsene für 3 Monate oder für eine reduzierte Jahresmitgliedschaft“.

– Flyer von „Pro Stadtbibliothek“, diesmal kein Gönnerverein, sondern auf der Suche nach Mitgliedern, um „Wünsche der Benutzerinnen und Benutzer zu formulieren und zur Belebung der Bibliothek beizutragen“. Ich weiss nicht, ob die Stadtbibliothek tot ist, aber der Flyer ist schwarzweiss und reduziert gestaltet.

Wie heisst es, Kunst ist schön, macht aber Arbeit, gibt richtig zu tun der Kulturbeutel. Was haben wir da. Ah, endlich der Leuchtdrum, das

– „Saiten“-Magazin, Kulturmagazin aus der Stadt St. Gallen, quasi das FM4 für Leser von Print. Längst etabliertes Zentrum für das alternative Kulturproletariat St. Gallens, manchmal besser, manchmal hervorragend, diese Ausgabe jetzt eher so lala. Mit der praktischen Agenda für das meiste, was man wissen muss.

Dazu könnte man noch mehr sagen, aber jetzt noch

– Programmheft „musicum ostschweiz, Konzerte 2015“, inkl 3 separaten Flyer für Weihnachtskonzert. Weihnachtszeit ist wahrscheinlich gut, um Familienmitglieder zu klassischen Konzerten zu zwingen. Im Heft als Werbung und Sponsoren die Trägerfirmen der Region wie Tagblatt, Mosterei Möhl, Schützengarten und die Baufirma Stutz.

Die Hand greift weiteres mal in den Sack, was erwartet uns:

– Flyer, 40’000 Bücher!, Lüchinger Antiquariat & Buchhandlung, auf der anderen Seite Innenaufnahme; ein Gang mit sehr, ja sehr, sehr vielen Büchern. Kenn ich nicht, guck ich mir mal an.

– Plakat aus Zeitungspapier, auf dem Plakat das geschlossene Parkhaus mit „UG24 am Unteren Graben, St. Gallen 1985-2015“, bye bye 24 Stundenshop an dieser Stelle, oder kommt da ein neuer hin, weiss ich nicht. Rückseite des Plakates, ah, es geht um eine 3-tätige Ausstellung der Kunsthalle St. Gallen, Namen und Daten dazu.

– Broschüre, „Lehrgänge und Kurse“, der Schule für Gestaltung, auch der Kulturbeutel ist von dieser Schule, wirkt nicht unsympathisch und bildet eine Teil jener Leute aus, die dann all die anderen tollen Sachen machen, aber wahrscheinlich vor allem diese Flyer. Eine kleine Fachhochschule mit öffentlichen Kursen. Hinten drauf gemaltes Bild von angeschnittenen Zebras.

Hört das denn nie auf, nein immer noch ein dicker Stapel im Beutel

– Programmheft, go east, Gegenwartskunst Ostschweiz und benachbartes Ausland, Programmheft für Museen in der Ostschweiz, Lichtenstein und Vorarlberg. Übrigens die einzige „Zusammenarbeit mit dem Ausland“. Also, viele Künstler die auftreten sind Ausländer. Aber sonst jetzt Thema dieses Beutels klar Kultur hier.

– Flyer, Kleine Kunstschule, Gestaltungsatelier für Kinder und Jugendliche, nochmal die Kleinen, sicher ganz toll. „Als Kind ist jeder ein Künstler. Die Schwierigkeit liegt darin, als Erwachsener einer zu bleiben“, soll ein gewisser P. Picasso laut dieser Broschüre gesagt haben. Oder gedacht und dann aufgeschrieben.

– Flyer tango ALMACÉN, Tange Argentino in St. Gallen, ich erinnere mich an ein Fenster am Lagerhaus, genau da wird Tango getanzt, „Tanznacht jeden Freitag“ (ausser in den Sommerferien).

– Broschüre, komisch zusammengelegt, museum im lagerhaus,stiftung für schweizerische naive kunst und art brut, ego dokumente. (alles kleingeschrieben) Ausstellung mit dem wunderbaren Emil Manser und anderen komischen Vögeln. Geh ich glaubs noch hin.

– Broschüre, Das St. Galler Altmeister-Wunder, Ausstellung im Kunstmuseum St. Gallen, grosse und teure Sammlungen von Kunst, 16.–18. Jahrhundert, mit dem wunderbaren Albrecht Dürrer und anderen Klassikern, Steuern hinterziehen, dann Kunst kaufen, altes Rezept, da bleibt immer auch was liegen für uns, weiss ich noch nicht, ob ich hingehe.

– Broschüre. Annaik Lou Pitteloud, Working Title, Ausstellung im Kunstmuseum St.Gallen, „…ist mit radikal reduzierten Werken aufgefallen…“, geh ich glaub nicht hin.

– Kleiner Prospekt, Galerie Sonja Bänziger, Galerie für Gegenwartstkunst, mol, schöne Bilder.

– Broschüre, St. Gallen im Bild, eine neue Ausstellung im Historischen und Völkerkundemuseum, Stadtbilder erzählen Stadtgeschichte, sehr eigene Gestaltung mit Goldfarben.

Gut weiter… Bin langsam etwas erschöpft.

– Postkarte, http://www.künstlerarchiv.ch, weiss auf Hippie-LSD-Farben, 400 Ostschweizer Kunstschaffende online, für mehr müsste man sich die Seite angucken.

– Büchlein, Abendprogramm, Figurentheater St. Gallen, gibt es also auch ein Figurentheater, anscheinend Marketinggag, die Puppe „Getrud Müller“ leitet durch das Jahr. Kommt bissel ältelig 50er-Jahre-mässig daher, trotz teils knalliger Farben, aber das Programm inhaltlich durchaus ansprechend. Aus Tschechien und Österreich ist ja man ja schon genug geplagt von „klassischem Puppentheater“.

– Broschüre, Ausstellung Galapagos, Experimentierfeld der Evolution im Naturmuseum St. Gallen, Programm mit Vorträgen von Wissenschaftler, kommt frischer daher als vieles aus der „Kunst“, tolle Tierfotos, schöne Gestaltung.

Und endlich wiedermal was für die Engagierten

– Flyer, Werden sie Mitglied…. beim Verein „Freunde des Naturmuseums St. Gallen“, Mitgliedschaft kostet von Einzel bis Firma 20 bis 100 Fr., also um einiges günstiger als Freund des Sinfonieorchesters zu sein.

Die Perlen verschwinden in der Masse wie die

– Broschüre Sitterwerk, das Kulturzentrum im Umfeld der Kunstgiesserei St. Gallen, unaufgeregte Präsentation und tiefe Eintrittpreise, Kunstbibliothek, Werkstoffarchiv, Ausstellungsraum, Führungen durch die Kunstgiesserei, auch hier kann man unterstützen, aber wieder als Gönner, nicht als Freund.

Oder

– Programmheft für das 30-Jährige Jubiläum Kino K, kenne ich, gute Filme und wichtig für die kleine Stadt, bietet alles was für Filmliebhaber zählt, wäre es Essen, spräche man von guter Imbissbude und Edelrestaurant in einem. Danke Kino K. Leider etwas an Charme verloren seit in der LOK oder man fühlt sich nicht mehr so nerdig aussenseitermässig wie damals.

– Flyer, fish’n fabrics, — Markus Brenner in der galerie christian roellin, „Haute-Couture-Forellen (…) aus Konstanz“. Ok.

Und nun endlich kommen wir zu last but no least

– Flyer Architekturforum Ostschweiz, spielen Sie eine tragende Rolle, Mitgliedschaft Student Einzel bis Gönner 50-500 Fr., Gespräche und Austausch sowie Vorträge rund um das Thema Architektur und ein Preis für „Gutes Bauen“.

– Blatt, Liste Kultur in St. Gallen, Web-Adressen der Kulturanbieter schätze sind ca. 60, speziell zu erwähnen wäre die Galerie Margirt Oertli, in der Spalte für die Web-Adressen steht „ohne“.

 
Fazit: Ich stopfe alles in wieder in den Kulturbeutel, gehe auf die Strasse und erschlage den nächsten Künstler damit, während ich laut schreie „Hör auf! Hör auf!“ In St. Gallen wird man in Kultur ertränkt, ja es gibt anscheinend so viel Kultur, dass man sich davor kaum retten kann, allerdings mit relativ wenig Publikum.

Wenn man so durch die Strassen geht, fällt einem davon auch relativ wenig auf. Ausser das Texitlmuseum. Da dominieren die Shoppingmöglichkeiten, denn die Stadt St. Gallen nennt ihre Alstadt auch „das grösste Einkaufscenter der Ostschweiz“. Ausserdem fehlen im Kulturbeutel verschiedene Clubs und Bars für Konzerte wie Palace, Tankstell oder auch Rümpeltum, Meine Lieblingsorte für Kultur. Obwohl, evtl. hab ich das Palace-Programm auch früher aus dem Beutel genommen, um es auf der Toilette zu lesen oder aufzuhängen. Und auch Literatur so wie Comic sind im Kulturbeutel der Gallusstadt stark untervertreten.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s