ZFF 2015: Dürrenmatt — Eine Liebesgeschichte

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Dürrenmatt — Eine Liebesgeschichte
Von Sabine Gisiger
CH 2015, 79 Min.

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Wer gerne Tiefschürfendes über Friedrich Dürrenmatt erfahren möchte, schaue sich Portrait eines Planeten an. Der Dokumentarfilm von Charlotte Kerr ist derart gut, dass sich auch Sabine Gisiger ausführlich daran bedient hat.
Im Verbleich dazu hat Gisiger eigener Versuch Dürrenmatt — Eine Liebesgeschichte arg wenig Fleisch auf den Knochen. Zwar interviewte sie die kleine Schwester des Literaten sowie zwei seiner Kinder, doch viel Spannendes zu sagen haben die nicht: „Er hat nicht gewusst, wie man persönlich redet.“ (Peter Dürrenmatt)
Interessant daran ist höchstens die extreme Familienähnlichkeit der Dürrenmatts untereinander. Als habe man sie alle aus demselben Reagenzglas geklont.

Dass schliesslich eine Liebesgeschichte das Zentrum dieses Dokumentarfilms sei, bleibt eine blosse Behauptung. Lotti, die erste Frau, ist einfach eine von vielen Figuren in der Nacherzählung von Dürrenmatts Leben. Und Charlotte Kerr, die zweite, wird in den letzten fünf Minuten noch rasch abgehandelt. Angesichts dessen, dass soviel Material von ihr stammt, eine Frechheit.

Der Film läuft am ZFF als Gala Premiere. Der reguläre Kinostart ist am 15. Oktober.

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