Philip will über Sex reden

liesluestelt02_banner


Aufgrund dessen, dass Sex, Brüste, Scheiden, Mösen und Schwänze nicht nur in der Werbung und im Journalismus als Aufmerksamkeits-Garanten gehandelt werden, sondern auch in der Literatur ihre Höhepunkte genießen, macht diese Woche Phillip Roth den Auftakt, das Vorspiel quasi zur Kulturmutant-Reihe Lies mal, wer da lüstelt.

Absicht folgender Zeilen ist Einsicht in die Sexualmoral der Protagonisten diverser Bücher ausgewählter Autoren zu erlangen. Dazu gehört, dass wir uns intensiv mit dem Begatten, Beischlafen, Bestäuben, Bügeln, Bumsen, Bürsten, Dübeln, Kopulieren und Durchnudeln beschäftigen. Im Grunde also wie das Liebe-Machen dargestellt, was es evoziert, wo es aneckt, übers Ziel hinausschießt, zu spät oder gar nicht kommt — gar abstoßend wirkt.

Da es von literarischen Lustmäulern nur so wimmelt, haben wir uns auf folgende Autoren, ohne Exklusivität, geeinigt: Der bereits genannte Philip Roth, Michel Houellebecq, John Updike, Quim Monzo und Elfriede Jelinek

Unser heutige Autor, der jedes Jahr knapp am Nobelpreis vorbeisegelt, ist Provokateur und Altmeister zugleich, ein umjubelter Skandalautor und subversiver Eigenbrötler. Philip Roth ist Liebling, oder zumindest Lieblingsautor von mindestens einem Feuilleton-Redakteur großer Zeitungen, dazu später mehr. Neben psychoanalytischen Nebenschauplätzen und zahlreichen Identifikationsspiralen des jüdisch-amerikanischen Schriftstellers aus New Jersey, faselt Roth gut und gerne über Sex, Fleischeslust und körperliche Begierde. Ein beispielhafter Kandidat für unsere noch jungfräuliche Serie, die sich hier mit den dreien Werken von Roth; Professor der Begierde, Die Brust und Das sterbende Tier beschäftigt.

Professor der Begierde (The Professor of Desire), 1977

Nebst der ab den 1970er Jahren fortwährend auftauchenden Figur des Nathan Zuckermann in Roths Werk, erschuf der Romacier 1977 den Professor der Begierde alias David Kepesh. Der besagte Professor ist, und das ganz ohne Vorbehalt, ein geiler Hund und mit ihm Sex allgegenwärtig.

Ob als onanierender Jüngling, als üppige, weiblich rosige Brust, in die er sich in Die Brust verwandelt, oder als alternde Geistesgröße in Das sterbende Tier, die sich die Nachmittage mit lasziven jungen Mädels versüßt.

Im Krankenbett, in den einsamen Nächten gescheiterter Ehen, in den von ihm gehaltenen Vorlesungen, beim Kaffee, im Gespräch, bei der Post, in der Mensa, auf dem Klo, ständig denkt oder hat Kepesh Sex, ist erregt und hat, wie man im Volksmund sagt – dicke Eier.

Dem jungen und anfangs noch sehr schüchternen David Kepesh begegnet die Begierde, das Verlangen danach eine „feuchte Möse zu sehen, anzufassen und zu liebkosen“, alsbald er sich von seinen Eltern gelöst und aus dem konservativen Haushalt der Familie fliehen kann. Am College, auf dem er sich ein Zimmer mit seinem homosexuellen Kollegen teilt, der ebenfalls meist mit onanieren beschäftigt ist, begegnet Kepesh fortwährend zahlreichen Mädels, die ihre Hintern in leichte Kleidung hüllen.
Doch das Schicksal meint es nicht gut mit dem schüchternen Kepesh: Unter die Röcke gelangt er kaum, geschweige denn sein „chronisch steifer rosa Penis“. Alles noch Handarbeit in den jungen Jahren am College, auch das will gelernt sein. Doch er, David Kepesh, wäre nicht die Figur aus Philip Roths Feder, würde er sich neben unbefriedigter Lust nicht auch der sensiblen und intellektuellen Dingen zuwenden, dem Schreiben, dem Rezensieren und der Poesie. Kepesh ist weder ein Dummkopf noch hässlich, fällt sogar durch seine Begabung und sein Eifer für Literatur und Malerei völlig aus der Norm: Er liest und wichst. Und das andauernd. Er träumt von Kafka und der Hure von Kafka, die der Schriftsteller regelmäßig in Prag aufgesucht haben soll. Trieb und literarisches Leben bestimmen im Grunde die sonst so magere, schüchterne, an und für sich zweifelnde und als Konsequenz dessen verwirrte Figur des David Kepesh.

Es zieht ihn nach London. In der City schwört er nach wie vor auf das Onanieren und bleibt ejakulationsgesteuert wie ein adretter Springbrunnen. Dennoch beschied ihm das Schicksal nicht nur Handarbeit – er macht Bekanntschaft mit der promiskuitiven Helen. Diese Helen begehrt Kepesh bis in die Fingerspitzen, bis sie sich auf den selbsternannt lüsternen Poeten einlässt.

Kepesh gibt Literaturunterricht, ehelicht Helen und rezensiert Werke von Chechov. So verstreichen die Tage in der gemeinsamen Wohnstube von Helen und David, in der natürlich reichlich gevögelt wird. Doch der Schein trügt

Ein letztes Mal beschwört Philip Roth, dem es vor eifrigem Bohème-Anstrich in der Literatur ansonsten eher graust, einen Doyen in Zeiten der „sexuellen Revolution“, der aufgrund seiner häuslichen Faulheit von Helen ausquartiert wird. Keine Gefühle, purer Hedonismus und einzig die Liebe für Franz Kafka bleibt nach einem Wortschwall aus „erigierten Penissen, feuchten Mösen, spitzen Brustwarzen und den runden und warmen Hintern“ aus der Zeit mit Helen übrig. David Kepesh „spritzt“, wie Roth schreibt, angesammelter Frust aus sich raus, damit er weiterlesen kann, ohne abgelenkt zu werden, wenn er sich über die Lektüre beugt. Helen vermag seinen Hunger nicht zu stillen, geschweige denn in Ekstase ausserhalb der Bettkante zu versetzen. Wäre es anders, hiesse er nicht Professor der Begierde.

Diese Begierde ist dumpf und komisch, meist trieft die Scham von Männlein und Weiblein in Roths Episoden von Kepesh dermaßen vor Feuchtigkeit, als wären Geschlechtsteile pawlowsche’ Köter, die, sobald das Kopulations-Bimmeln zu hören ist, feucht werden, wie speichelreife Hundeschnauzen.

Professor der Begierde kann problemlos im Bücherregal vor sich her stauben oder den entfernten Bekannten unters Christbäumchen gelegt werden.

Klar, es wird gefummelt, geschlafen und gerammelt, einmal darf der Jüngling einer Dame noch den Bauchnabel lecken. Das war’s dann auch schon. Entweder steckt David Kepesh seine Zunge zwischen zwei Frauenbeine oder seine Nase in Kafka-Erzählungen. Es bleibt hier anzumerken, dass eine umgekehrte Abhandlung durchaus ihre Vorzüge gehabt hätte. Doch man sollte nicht engstirnig sein, denn Roth rettet, was zu retten ist mit Humor: Als Kepesh in London eintrifft, wo er bei einem Armee-Veteranen und dessen Frau haust:

„Sie duldeten keinerlei Geschlechtsverkehr in ihrer Wohnung, nicht einmal ihren eigenen.“

Der einsame Egomane erlebt frühe Heirat, Scheidung, Selbstmord, Lust und ach ja – etwas Liebe kommt auch noch vor.

Die Brust (The Breast Book), 1990

„Beruhigen Sie sich, Mr. Kepesh“, sagte eine Frauenstimme. „Sie werden ja nur gewaschen. Ich wasche bloss ihr Gesicht.“

„Mein Gesicht? Wo ist mein Gesicht? Wo sind meine Arme? Meine Beine? Wo ist mein Mund? Was ist mit mir geschehen?“

Das schmale Büchlein, gerade mal 100 Seiten stark, erzählt die Geschichte von unserem Professor Kepesh, der sich eines Tages in eine einen Meter achtzig große Brust verwandelt. Anstatt, wie bei Kafka zum nachdenklichen Gregor Samsa zu werden, der sein Käferdasein zum Anlass nimmt, um über das Leben zu reüssieren, ist die üpppge Brust Kepesh im Krankenhaus ans Patientenbett gefesselt und dabei abwechslungsweise geil oder verwirrt. Lüste von ungeahnter Stärke durch allmorgendliche Waschungen durchfluten die wabbelnde Titte aus Fleisch und lässt sie vor Geilheit erzittern und aufschreien. Kostprobe gefällig?

„Oh, oh“, rief ich aus, als jenes köstliche Gefühl der Aufgestautheit, das im Idealfalle einer Ejakulation vorausgeht, mein ganzes Sein durchdrang, „oh, wie das gut tut!“ Und dann begann ich hemmungslos zu schluchzen und musste schließlich ein Schlafmittel bekommen.

Ein Verlangen seine Brustwarze ausgiebig zu reiben macht sich bei Kepesh’s Mutation breit und jeder, der sein Zimmer betritt wird angehalten, ihm die Mega-Mamille kräftig zu stimulieren. Ein Unterfangen, auf das sich ausschließlich seine Freundin (abgesehen von der ältelnden Pflegerin) einlässt, aus Mitleid für ihren verwandelten Freund.

Die weibliche Brust präsentiert sich dem Leser als Quelle ständig verfügbarer Lust. Ein nach Sex sabberndes Bindegewebe, das durchaus Sympathien weckt. Die surreale Veranlagung, in der sich Kepesh befindet, ist ein Harakiri aus ungebremster Lüsternheit und komischen Angstzuständen. Der Gedanke, er sei als eine Art Freak, als noch nie zuvor gesehene Missbildung tausenden von Gaffern ausgesetzt, die ihn als Teil einer Kuriositätenshow bestaunen würden, versetzt die fast zwei Meter große und bebende Brust in Angst und Schrecken. Ein humoristische, zweifelsohne auch erotische Verwandlungsgeschichte mit ungewissem Ende und Sinn fürs Fleischliche.

Das sterbende Tier (The Dying Animal), 2001

David Kepesh ist in Das sterbende Tier ein gestandener Mann. Kulisse jenes letzten Teils von Roths Kepesh-Triologie ist die Stadt New York, ein mondänes Pflaster mit grossen Medien und Zeitungshäuser, dem Museum of Modern Art, dem Guggenheim und der Heimat von Jeff Koons. In diesem New York liegt ihm das Feuilleton zu Füssen. Die von ihm gehaltenen Literaturvorlesungen an der Universität werden von weiblichen Studentinnen überrannt, er wird wahlweise bewundert und verhasst. Denn ihm, David, Professor David Kepesh, gebührt Ehre und Ruhm, er ist ein Verführer der besonderer Art, der sich die Nachmittag als mehrfach geschiedener Alt-68er mit jungen Kommilitoninnen versüßt und schon mit Dali frühstückte.

Der Radio und TV-Literaturkritiker lebt in einem schönen Apartment und lädt, jeweils zu Semesterende, seine Studenten zu sich nach Hause ein. Nebst diesen Partys, auf denen er wahlweise ein, zwei Studentinnen das Übernächtigen gewährt, ist er ein einsamer Wolf, der durch seine Popularität und die unschön verflossenen Ehen ein isoliertes Dasein fristest. Der bekannte und begehrte Kepesh, immer noch jüdischer Intellektueller, Litertaturprofessor und Individualist, ist so unglücklich, wie er es in Die Brust oder Professor der Begierde schon war, nur dass ihn jetzt das Alter allmählich einholt. Das Echo, dass er auf sein Leben erhält, ist zwar Anziehungspunkt für die vielen jungen Studentinnen, die ihn wegen seiner intellektuellen und kultivierten Art anhimmeln, dennoch ist die graue Eminenz unzufrieden.

Einzig Zerstreuung an einem wohlduftenden Weiberbusen, befeuchteten Schamlippen und ausgiebiger Fellatio lässt ihn den Hass seiner Neider und als Folge seine Popularität, die Schwierigkeiten seines Alltags vergessen. Eine traurige Regelmäßigkeit stellt sich ein und Roth lässt den Gedanken Kepeshs freien Lauf. Die Nachlässe der sexuellen Revolution, über die Single-Gesellschaft, über Liebe und Heirat sprudelt es aus Kepesh, dass es einem beinahe warm ums Herz werden könnte. Ganz eingängig wird die weibliche Physiognomie, vor allem Brüste (wie könnte es anders sein) besprochen. Er spielt Klavier, meist Beethoven, und wichst ab und an ordentlich seinen Johannes durch. Alles da für eine klebrige Professorenromanze, zwischen Amor und Psyche. Zwischen Porno und Freud.

Zu Beginn hat Kepesh das Gefühl, bei einer Party bei sich zuhause, nur ein weiteres Betthäschen in der Person der abenteuerlustigen Consuela Castillo gefunden zu haben. Er ist, das sagt er dem Leser ganz direkt, kein Verführer, sondern ein Triebgesteuerter, ein Verfechter der radikalen Unangemessenheit. Die vierundzwanzigjährige Amerikanerin mit kubanischem Migrationshintergrund, Consuela, „besteigt“ der ergraute Starprofessor nolens volens und doch –- das merkt er — ist an ihr mehr dran, als zwei „schöne, hellbraune Brüste“, einen „knackigen Arsch“ und „verführerische Augen“.

Spätestens hier muss sich der Leser natürlich fragen, ob Geschichten über Starprofessoren, die sabbernde Studentinnen durchnudeln, tatsächlich würdig sind, um sich die Zeit damit zu vertreiben? Und stände auf dem Büchlein nicht der Name jenes Autors aus den USA — jener unvergessene Philip Roth — handelte es sich hierbei um möglicherweise nicht viel mehr als frivole Seichtigkeit ? Wobei hier festzuhalten bleibt, dass wenn auch etwas abgegolten — gegen frivole Seichtigkeit per se nichts einzuwenden ist.

Nun, die Frage nach dem Amusement ist natürlich berechtigt, das Gespann –Professor und Studentin- völlig ausgelutscht und doch -– so titelt die Frankfurter Allgemeine Zeitung — in Das sterbende Tier geht es um nichts Geringeres als um Liebe, Vergeltung und Tod. Ein Glück, dass wir hier nur über Sex reden müssen.

Seicht ist’s natürlich vordergründig, aber Roth lässt seinen Kepesh reflektieren. Und das en mass. Legt er eines dieser frivolen Mäuschen flach, folgen vier bis fünf Seiten Gefasel, warum sich die Lust, jener stets allgegenwärtige und unbändige Trieb, so dominant in unsere Männerhirne gefressen habe.

Kepesh nennt Consuela dann auch „Consuela, das superklassiche, fruchtbare Weibchen unserer Säugetierspezies“. Eine Beschreibung, die eher einem Tierweltenheftchen entstammen könnte, als tatsächlich aus der Feder des berühmten Romanciers aus New Jersey. Darüber könnte man sich natürlich tierisch aufregen.

Item. Kepesh ist hin und weg von der schönen Kubanerin Consuela, merkt aber, dass sie ihm im Bett kaum was zu bieten hat. Er sucht Dominanz, Takt und Biss. Altmeister Roth lässt seinen Professor loslegen:

„Es gibt keine sexuelle Gleichheit, keine Ausgewogenheit (…) wir sprechen hier vom Chaos des Eros, von der radikalen Destabilisierung, die das Wesen der sexuellen Erregung ist.“

Das hört sich jetzt an, wie beim Sexualtherapeuten in der Gesprächsstunde, wobei Teilnehmer in einem Kreis auf runden Stoffkissen sitzend Dildos in allen Farben und Grössen umhergeben, doch sind es eben solche Gedankengänge und Argumentationschematas, die den Professor Kepesh erst recht ausfüllen, der ganzen Sache etwas Farbe einhauchen. Dem Roman eine gewisse Komik, gewollte Komik verleihen. Die nackte Tatsache ist: Ein älterwerdender, alleinstehender Professor, der um seiner Eloquenz willen am TV und im Radio sehr geschätzt wird, sich gleichzeitig aber mit dem Älterwerden und der Eifersucht, zwei Dinge, die ihm bisher noch nicht widerfahren sind, auseinandersetzt.

Solche Diskussionen, die mal angenehm plätschernd, mal schnarchig den Lesefluss bestimmen, sind allgegenwärtig bei Roth, dem es ungemein wichtig erscheint dem sexuellen Trieb einen Namen, ein Gesicht zu geben.

Bis zu jenem Tag, als es dem Professor zu bunt wird, er sich Consuela packt und beginnt ihr den Schwanz in den Mund zu stossen, während er ihr Haar packt, wie den Zügel, der die Kandare hält. Consuela sei zu mechanisch bei der Fellatio, lässt er den Leser wissen. Nachdem der Literaturpapst seinen Bolzen abgeschossen hat, blickt Consuela wütend zum Professor hoch. Voller Entsetzten schnappt sie mit den Zähnen ins Leere, sichtlich hasserfüllt.:

„(…) Es war, als wollte sie mir sagen: Das ist es, was ich hätte tun können, was ich tun wollte und nicht getan habe.“

Von diesem Moment an verändert sich das Sexleben der beiden:„die Demütigung trage ihre Früchte“ lässt Philip Roth seinen Protagonisten lautmalerisch verkünden. In der Deepthroat-Geschichte scheint der Professor den Kürzeren gezogen zu haben. Consuela begegnet ihm fortan fordernd, lässt ihn wissen, dass er nicht der Einzige sei, der um sie buhlen würde. Er ist eifersüchtig, emotional am Boden und merkt, dass er, trotz der vielen Piano-Sonaten und kultivierten Gesprächen, wohl kaum die Kraft bzw. Anziehungskraft besitzt, um die schöne Consuela bei sich zu halten.Es folgen literarische Abstecher zu den grossen russischen Erzählern, Don Quijote-Vergleiche, endloses Sinnieren über den Deepthroat-Vorfall und die tiefe Traurigkeit eines alternden Mannes, der eigentlich nichts mehr hat nebst seiner Eifersucht, dem dünnen Faden, an dem er sich an der bezaubernden Consuela festzuhalten versucht.

Wer bis hier hin durchgehalten hat, dem gebühre Ehre. Philip Roth ist zweifellos einer der schillerndsten Autoren, die Amerika vorzuweisen hat. Er redet gerne über Sex und wer den Autoren kennt, weiss, dass da durchaus auch Angenehmes bei rauskommen kann. Sex, die Lust, das archaische Verlangen, rohe Begierde gepaart mit intellektuellen Individualisten, meist betont jüdisch und unglücklich, sind die typischen Helden, die Roth auf den Hürdenlauf des Lebens schickt. Etwas repetitiv, aber durchaus unterhaltsam.

Er, dieser Roth, abgesehen von seiner Schreibe, ist ein schwieriger, umständlicher Typ, der den Hauch eines Genialen, unfassbaren Virtuosen umgibt. Sex in seinen Büchern, obwohl so zahlreich und pompös im Auftritt, dieses Geheimnis darf hier gelüftet werden, ist nicht das, was den Ruf, ein genialer Schriftsteller und Romancier zu sein, im Falle Roth ausmacht. Man könnte sogar soweit gehen, dass sich die Feuilletonisten an ihm abwetzten, im Grunde wissend, in seinen Büchern unvorstellbar Wertvolles wiederzufinden, ohne sich dabei im Klaren zu sein, was genau es denn sei, was diesen Autoren so ausmacht. Das schafft eine Fangemeinde um Roth — oh, du geheimnisvoller Philip.

Man könnte nun ohne zu zögern die Behauptung aufstellen, dass man bis zu diesem Tage, das Geheimnis Roth noch nicht gelüftet, man diese Mistgurke noch immer nicht richtig (fest-)genagelt hat. Trotzdem schön, dass wir mal darüber gesprochen haben.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s